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rada und stasiuk parallel gelesen

Von Berlin aus ist jede Reise ins Grenzgebiet zu Polen eine Reise ans Ende der Welt – lautet der erste Satz von Uwe Radas "Zwischenland". Der Autor, Journalist der taz und Kenner des deutsch-polnischen Grenzgebiets hat damit eine Reihe von, wie er sie nennt, "europäischen Geschichten" vorgelegt, in denen sich alles um Perspektiven, Zukunft, Zerfall, Abseits und "Hoffnung und Hoffnungslosigkeit" dreht. Um die Hoffnung, dass das "Zwischenland" dank Menschen, die er ein wenig pathetisch "Pioniere des Grenzgebiets" nennt, etwas mehr wird, als Transitraum, "Märkische Wüste", Polens "Wilder Westen" oder ein "Raum der funktionalen Irrelevanz".

- das ende der welt oder das wahre europa entdecken


neu entdeckt: tomasz małyszek

Tomasz Małyszek ist jung und talentiert - das genügt nicht als Rezension, muss aber vorweg gesagt werden. Er ist jung, gerade 32, lebt in Wrocław, wo er an der dortigen Universität arbeitet. Er publizierte auch schon auf Deutsch, allerdings vorwiegend wissenschaftliche Abhandlungen. "Kraina pozytywek" (Das Land der Spieldosen) ist ein Abenteuerroman, auch wenn das heutzutage nicht gerade prickelnd klingt.

- eine vorabbesprechung: im land der spieldosen


der geniale konjunkturalist

Wenige Gestalten des 20. Jahrhunderts haben in Polen so viele so gegensätzliche Emotionen erweckt wie Konstanty Ildefons Gałczyński, wenige hatten aber auch so viele Wandlungen durchlebt, die so symbolisch sind für die Geschicke des Landes im "Jahrhundert der Extreme". Konstanty Gałczyński, der "Sohn von Konstanty" (wie auch der Titel einer bekannten Biographie lautet), einem Bahnbeamten, schlüpfte in seinem kurzen Leben in verschiedenste Rollen. Geboren 1905 in Moskau, begann er als Avantgarde-Dichter in den frühen 20-er Jahren, arbeitete für die Zensur, war Botschaftsattache in Berlin, schrieb für eine nationalistische, antisemitische Zeitschrift, verbrachte die Kriegsjahre in einem Gefangenenlager und kam, tot-geglaubt, 1947 ins nunmehr kommunistische Polen zurück, wo er eine außerordentliche Karriere als literarische Stütze des Systems machte. Dazwischen lagen Jahre des Dichtens. Und dichten konnte er...

- konstanty ildefons gałczyński zum 50. todestag


hörjuwel: polnische klassiker im original

Der Online-Vertrieb Hörjuwel hat sich auf Hörbücher spzialisiert und hat seit einiger Zeit in seinem Sortiment polnische Klassiker aufgenommen. Unter ihnen "Mit Feuer und Schwert", "Die Sintflut" und "Herr Wolodyjowski" von Henryk Sienkiewicz sowie sein Welterfolg "Quo vadis". Ebenfalls vertreten sind Boleslaw Prus und Stefan Zeromski. Hinzu kommen "Nächte und Tage" und "An der Memel" von den beiden großen Damen der polnischen Literatur Maria Dabrowska und Eliza Orzeszkowa. Schade, dass diese nicht in deutscher Sprache zu haben sind!

- hörjuwel online: www.hoerjuwel.de